// Bruckbauer & Hennen - Mitwirkung im Forum für Konversion und Stadtentwicklung im Land Brandenburg (FOKUS) und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft KONVER – der AG für Konversion und Strukturentwicklung

Die Konversion ehemaliger militärischer Liegenschaften im Land Brandenburg ist seit 20 Jahren eine Erfolgsgeschichte. Seit dem Jahr 1994 wurden vom Bund mehr als 100.000 ha ehemaliger sowjetischer Militärliegenschaften (8 % der Landesfläche) in das Eigentum des Landes übernommen. Trotz damals kaum abschätzbarer Gefahren und Risiken wollte Brandenburg die riesigen Konversionsflächen selbst entwickeln und verwerten - bis heute wird von der Jahrhundertsaufgabe Konversion gesprochen wird.

Dennoch ist es gelungen, den überwiegenden Teil der Konversionsflächen zu verwerten und dabei wertvolle Beiträge für die Landes- und Stadtentwicklung zu leisten. Das Land konnte vielfältig belastete ehemalige Militärflächen verwerten. Die Kommunen erhielten durch die zivile Nachnutzung zusätzliche Flächen bzw. Gebäude für Gewerbe, Wohnen, Bildung und Verwaltung, aber auch für die Erholung und den Naturschutz. Hinzu kommt, dass während der Entwicklung von Konversionsliegenschaften zumindest befristet zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen wurden, zumeist in strukturschwachen Regionen. Die Bilanz: Über 90 % der vom Bund übernommenen ehemaligen WGT-Flächen sind erfolgreich vermarktet.

Die verbliebenen Flächen erwiesen sich zumeist durch hohe Kontamination und durch marode, häufig denkmalgeschützte Bausubstanz als nichtmarktgängige „Dicke Brocken“ der Konversion. Doch auch auf den verkauften Flächen stehen häufig noch ungelöste und wichtige Konversionsaufgaben an. Außerdem kommen die riesigen Areale des sog. „Bombodroms“ – der Kyritz-Ruppiner Heide und von Sperenberg, Kummersdorfer Gut hinzu – Flächen, deren Konversion noch Jahrzehnte dauern wird. Auch die Bundeswehrstrukturreform und die damit verbundene Schließung und Reduzierung von Standorten wird die Konversionsakteure in Brandenburg vor neue Herausforderungen stellen.

Von besonderer Bedeutung für die Zusammenarbeit der Kommunen untereinander und mit den anderen Konversionsakteuren ist, dass sieben von der Konversion besonders betroffene Kommunen 1997 das Netzwerk FOKUS gründeten, dem bislang kontinuierlich immer weitere brandenburgische Kommunen beitraten. Heute sind es 19 Städte und Gemeinden mit insgesamt rd. 300 000 Einwohnern. Laufende Unterstützung in der Organisationsarbeit erhält FOKUS durch uns und unsere Partner der AG KONVER.

Wir sind Mitbegründer für FOKUS und Gründungsmitglied der AG KONVER. Wir übernehmen unterschiedliche Aufgaben wie die Entwicklung und Betreuung von Ausstellungen, die Organisation der jährlichen Veranstaltungsreihe des Konversionssommer sowie beratende Tätigkeiten für die Kommunen.

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